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Kapitel :   Veranstaltungskalender 2001   - Bericht über das 1. Deutsches Werfertreffen Logo of chapter

Kinsau am 30.06.2001, ein historischer Tag.

Anreise

Beim Abbiegen von der Bundesstrasse darf man nicht dem Wegweiser nach Kinsau folgen, sondern man muss entgegengesetzt abbiegen, denn das Anwesen liegt ausserhalb des Dorfes, auf der anderen Seite der Bundesstrasse. Aber im Dorf erklären einem freundliche Menschen den Weg.

Vor dem Grundstück war ein Stück Wiese gemäht zum parken. Bei der Ankunft waren wir überrascht von den vielen verschiedenen Aktivitäten auf dem ganzen Gelände.

 

Was gab es alles?

Unter einem grosser Baum standen ein paar Tische und Bänke, die Kinderecke mit einer Indianer-Schule. Am Baum hingen Poster mit Indianer-Zeichen und ihren Bedeutungen, und Sie konnten eine Tätowierung erhalten.

Auf dem Platz vor der grossen Scheune hantierten Leute mit Pfeil und Bogen, hier ist die Bogen-Ecke. An der Wand der Scheune hängt eine Bogen-Scheibe, unter Anleitung eines "alten Hasen" dürfen Sie hier schiessen.

Eine ganze Hauswand ist mit Holz vollgeschlichtet, nicht kleine Scheite, sondern grosse Scheiben. Super Ziel. Hierher kommen ständig Leute aus der Werfer-Ecke, um zwischendurch ein paar Axt- oder Messer-Würfe mit dem einen oder anderen Gerät zu zeigen oder zu probieren.

Von der Terrasse des Hauses kam der Grill-Duft. Hier war ein Buffet zur Selbstbedienung aufgebaut. Wie Sie im Programm unten sehen, war Essen die häufigste Sache des Tages. Zwischen hier und allen anderen Plätzen des Geländes herrschte reger Pendelverkehr.

Im Haus drinnen können Sie die Geschäftsräume von Via Claudia Bogensport und -Messermanufaktur besuchen und verschiedene Messermacher-Werkzeuge anschauen, z.B. auch einen Satz von Damast-Klingen, die darauf warten, zu einem Messer verarbeitet zu werden.

Die Werfer-Ecke bestand aus ein paar Tischen und Bänken in der Ecke quer über den Rasen ganz hinten. Wir waren elf Werfer: neun Teilnehmer/innen plus Rupert, dem Veranstalter und Dieter, der Leiter der Werfer-Gruppe.

 
Programm
Wann? Was? Wo?
10 - 11 Begrüssung Garten
11 - 12 Diskussion um die Regeln
12 - 13 Essen
13 - 14 Vorwerfen Lichtung am Waldrand
14 - 15 Werf-Wettbewerb
15 - 16 Nachwerfen
16 - 17 Essen und Preisverleihung Garten
17 - 18 Bogen-Wettbewerb Lichtung am Waldrand
18 - 19 Abschieds-Essen Terrasse

 

Nach der Ankunft werden zuerst die Formalitäten erledigt. Die bestehen aus der Zahlung der Teilnahmegebühr und der Unterschrift, dass man haftpflichtversichert ist.

Es wird eine Grussbotschaft von Indianerchristian von der Little Big Horse Ranch (östlich Berlin) verlesen, der das nächste grosse Ereignis veranstaltet, das Grosse Werfertreffen am 8. und 9. September.

Die Diskussion um die Regeln ergab, dass wir nicht 4.5 m werfen, wie angekündigt, sondern 4 m Distanz. Jeder wirft fünfzehn mal, fünf mal drei Würfe. Es gibt zwei Wettbewerbe, einen Axt-Wettbewerb und einen Messer-Wettbewerb.

 

Werf-Wettbewerb

Um dreizehn Uhr ging es in einer kleinen Karawane vom Haus fünf Minuten zum Waldrand hinauf. Dort war in einer Lichtung das Ziel aufgebaut, eine beeindruckende Pyramide aus 10 dicken Rundhölzern. Solide Stangen auf dem Boden markierten die 4-m-Entfernung.

Wir hatten drei Stunden eingeplant. Eine Stunde zum Aufwärmen, eine Stunde für den Wettbewerb, und eine Stunde zusätzlich.

Foto
Die Werfer vor dem Ziel. (Aufgenommen mit Christian's Kamera. Sehen Sie weitere Foto von Christian in dem Kurzbericht auf messerwerfen.de.)

Obwohl die Stelle ziemlich abseits lag, hatten wir doch ständig ein paar Zuschauer, und eine Zeitungs-Reporterin war da, die alles über diesen Sport wissen wollte.

 

Teil 1:   Vorwerfen

Dieter erklärte die Sicherheits-Regeln für den Platz. Nur einer darf jeweils zur gleichen Zeit werfen, und die Zuschauer und wartenden Werfer haben in einer bestimmten Entfernung zu bleiben. Eine Stunde lang konnten wir uns alle warmwerfen, und an die 4-m-Entfernung gewöhnen.

Foto
Ich habe versucht, eine Serie verschiedener Werfer zusammenzustellen ... hm, die Foto-Qualität ... es war dunkel in dem Wald ... smile.

Das war interressant! Das erste mal überhaupt habe ich verschiedene Werfer mit ihren verschiedenen Werfstilen und verschiedenen Wurfgeräten gesehen. Das war schliesslich der Grund dafür, diese Axtwerfen-Webseite zu starten: andere Werfer kennenlernen. Und das war heute.

 

Teil 2:   Werf-Wettbewerb

Es darf nur noch werfen, wer aufgerufen wird, jeder Wurf wird gezählt. Es sind zwei Klassen, eine Messer-Klasse und eine Axt-Klasse. Beide gehen nach den selben Regeln. Die meisten Teilnehmer traten in beiden Klassen an.

Es sind also zwei mal (für jede Klasse) fünf Durchgänge, bei denen jeder drei mal wirft. Die Werfer werden von Dieter der Reihe nach aufgerufen, im ersten Durchgang alphabetisch, im zweiten Durchgang alphabetisch rückwärts, usw.

Jeder hat 5 x 3 Würfe, d.h. die höchste erreichbare Punktzahl ist 45. Auf den Ziel-Flächen war je ein Kreis aus Kreide mit ca. 8 cm Durchmesser. Ein Treffer im Kreis zählt drei Punkte, ein Treffer im Holz zählt einen Punkt. Der Kreis zählt getroffen, wenn die Klinge den Umriss durchschneidet.

Foto
Dieter ruft jeden Werfer auf, einen nach dem anderen in zwei mal fünf Durchgängen mit drei Würfen jeder.

Respekt vor Antonie, die sich ohne jede vorherige Übung ins Abenteuer stürzte!

Was die Geräte betrifft, so war die Gruppe recht grosszügig, und lies auch zweifelhafte Geräte durchgehen. Sie erlaubten mir als Axt die kleine Hibben Integral-Axt, die nicht wie gewohnt einen hölzernen Stiel hat. Und als Messer erlaubten Sie mir das Bailey Starlight, dessen Klinge 8 cm breit ist. Einer von ihnen kommentierte: "Wir wollen nicht päpstlicher als der Papst sein".

Im Axt-Wettbewerb war ich so müde, dass ich einfach meine Äxte feuerte, ohne zu zählen. Das waren vier anstatt drei. Aber der Schiedsrichter hat es gemerkt, und den vierten nicht gezählt.

Einem Teilnehmer gefiel die 4-m-Entfernung nicht. Er machte sich eine neue Markierung bei 5 bis 6 m und hatte von dort auch bessere Treffer als von 4 m.

 

Teil 3:   Nachwerfen

Jetzt waren wir alle auf einmal um einige neue Erfahrungen reicher! Es gab viel zu besprechen, nochmal zu probieren, Vorschläge zu testen, einen Griff zu zeigen, eine Wurftechnik zu diskutieren und und und ...

Die Stunde zum Abschluss wurde natürlich wieder zum werfen genutzt. Einige Werfer entwickelten System, und versuchten neue Tricks. Dieter zeigte Weitwürfe mit der Axt aus 10 oder mehr m Entfernung. Alles in allem hat sich die robuste 4-Meter-Markierung als sehr praktikabel herausgestellt, bei all den verschiedenen Ansprüchen!

Foto
Einige Werfer legten alle ihre Äxte zusammen und fanden Spass daran, dass jeder ganz viele auf einmal werfen konnte, genau eine Axt in jedes Rund.

Nachdem wir uns alle verausgabt hatten, ging es im Gänsemarsch wieder hinunter zum Haus. Schliesslich waren wir alle auf die Ergebnisse gespannt!

 

Ergebnisse

Die Ergebnisse erfuhren wir bei der Siegerehrung, nachdem Dieter die Listen ausgewertet hatte.

Foto
Rupert liest die Ergebnisse vor und verteilt die Preise.

Die Preise waren für jede Disziplin 1. Platz: Eine Wurfaxt, 2. Platz: ein ...Messer(?), 3. Platz: ... Ausserdem erhielten die letzten jeder Disziplin einen kleinen Elch als Stofftier zum Trost. Und jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme am Werfen. Alle Preise waren gestiftet von Via-Claudia-Bogensport und -Messermanufaktur.

 
Ergebnisse
Platz Name Punkte Platz Name Punkte
Messer Axt
1 Artur 14 1 Artur 23
2 Norbert L. 11 2 Norbert L. 17
3 Christian L. 10 3 Christian L. 13
4 Christian T. 8 4 Franz 12
5 Franz 6 5 Hermann L. 9
  6 Robert O. 8
7 * Christian T. 7
7 * Bernhard W. 7
8 Antonie O. 3
Entfernung 4 m. Jeder Teilnehmer hat 5 mal je 3 Wurf, zusammen 15 Wurf mit je 3 erreichbaren Punkten. Maximale Punktzahl: 45. Punktgleichheit ist mit einem Stern (*) markiert.

 

Bogen-Wettbewerb

Schliesslich ging die Karawane nochmal los zum Waldrand. Dort war als Nebenprogramm eine Strecke abgesteckt zum Bogenschiessen, und sie machten einen kleinen Wettbewerb, dem zuzuschauen sehr interressant war.

Auf der angrenzenden Wiese konnte man Bumerang werfen.

 

Abreise

Nochmal gab es eine kleine Runde um den Grill. Aber die meisten hatten doch einige Fahrt vor sich, und für sie wurde es Zeit ... und die gemütliche Runde immer kleiner.

Als R.L. einen Teilnehmer mit einem nicht so scharfen Taschenmesser entdeckt, beginnt er gleich, uns nebenbei das Messer-Schärfen auf einem grossen japanischen Wasserstein zu zeigen.

Spitze war's!

Dann bis nächstes Jahr, es findet auf jedenfall wieder ein Treffen in der Gegend statt.

 

Euer Franz Virtual

 


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